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FAQ

Wann ist eine Paarberatung sinnvoll?

Die Gründe, die dazu führen, dass eine Beziehung belastet wird, sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich. So können äußere Faktoren dafür verantwortlich sein, dass es nur wenig gemeinsame Zeit gibt (Berufstätigkeit, Fernbeziehung oder Kindererziehung). Auch kann es durch die Beziehung zu Konflikten mit Angehörigen kommen. Manche fragen sich, ob die Liebe in der Beziehung noch vorhanden ist und die gegenseitige Attraktivität noch besteht. Des Weiteren kann es dazu kommen, dass es unterschiedlicher Freiheits- und Nähewünsche in einer Beziehung gibt. Fragen zur Haushaltsführung und Kindererziehung können ebenso wie ein (unerfüllter) Kinderwunsch eine Beziehung nachhaltig beeinflussen. Eifersucht, Außenbeziehungen und Misstrauen spielen außerdem häufig eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Paarkonflikten. Daneben können exzessive Verhaltensweisen wie übermäßiger Alkoholkonsum, Computerspiele, Kaufen oder Sexualität eine Beziehung extrem belasten.

Was erwartet mich in der Paarberatung?

Zunächst ist das persönliche Kennenlernen ein wichtiger Prozess. Dies dient gleichzeitig der Klärung Ihres Anliegens und dem Vertrauensaufbau. In der zweiten Phase beginnt der eigentliche Arbeitsprozess. Hier gilt es, die Themen zu konkretisieren und Ziele zu vereinbaren. Dies geschieht unter Einbeziehung der unterschiedlichen Perspektiven. Wichtig ist dabei, wechselseitig das eigene Verhalten zu reflektieren und gemeinsam Perspektiven und Handlungsschritte zu erarbeiten. Nach etwa der vierten/fünften Beratungsstunde wird ein gemeinsames Zwischenfazit gezogen und Ziele eventuell modifiziert. In der dritten und letzten Phase werden die Fortschritte und Erfolge in den Blick genommen und entsprechend auch anerkannt. Es ist wichtig, die eigenen Erfolge und Veränderung wahrzunehmen und sich hierfür selbst zu loben. Diese letzte Phase mündet in der Abschlussphase und dient der Reflektion des gesamten Beratungsprozesses.

Welche Methoden werden angewandt?

Meine Beratung ist interdisziplinär ausgerichtet und setzt sich zusammen aus tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen sowie systemischen Ansätzen. Was heißt das konkret? Die Systemtheorie erlaubt das Einbeziehen verschiedener Perspektiven aus ihrer eigenen Logik heraus. Niklas Luhmann, der Begründer der Systemtheorie, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Störungen in der Kommunikation zwischen Systemen betrachtet werden und der Blick nicht (nur) auf das Individuum gerichtet wird. In einer Partnerschaft agieren mindestens zwei komplexe Systeme, nämlich zwei Individuen. Wird die Beziehung offen gelebt oder polyamor, sind Kinder oder Angehörige vorhanden, erweitert sich der Kreis auf weitere Subsysteme. Das Einbeziehen all dieser Einheiten macht die systemische Methode zu einem sinnvollen Ansatz zur Lösung von Paarkonflikten. Bei der tiefenpsychologischen Herangehensweise stehen vor allem die biografischen Bedingungen jedes Menschen im Vordergrund. Hierzu ist es wichtig zu verstehen, welche Prägungen und Erfahrungen im Laufe des Lebens einen zu dem gemacht haben, wer man ist. Jeder Mensch erfährt in seinem Leben auch negative Erfahrungen, die schmerzliche Wunden hinterlassen können. Genau diese sogenannten "blinde Flecken" gilt es nach dem tiefenpsychologischen Ansatz richtig zu interpretieren und in neue Bahnen zu lenken. Ist einmal ein Bewusstsein für das eigenes Verhalten hergestellt, können neue Perspektiven erarbeitet werden. Verhaltenstherapeutische Methoden basieren ursprünglich auf der Lerntheorie und verfolgen das Ziel erlerntes (destruktives) Verhalten zu verändern und neues Verhalten zu erlernen. Methodisch bedeutet dies beispielsweise, dass dem Paar Hausaufgaben mitgegeben werden, die im Alltag angewandt werden sollen.

Was ist das Ziel einer Paarberatung?

Ein Ziel kann beispielsweise die Verbesserung der Kommunikation und die Erarbeitung neuer Kommunikationsmuster sein. Hierfür ist es notwendig, dass sich jede Person mit dem eigenen Kommunikationsverhalten auseinandersetzt und dieses reflektiert. Zu nennen sind ferner beispielhaft das Wiederherstellen von Nähe, Intimität und Sexualität sowie das Überprüfen gemeinsamer Ziele und Wünsche für die Zukunft. Gegenstand der Beratung kann auch die innerfamiliäre Rollenaufteilung sein. Darüber hinaus sind die Ziele von Paaren naturgemäß sehr individuell. Die Erarbeitung der Ziele sind Teil des beginnenden Beratungsprozesses und führen durch den gesamten Beratungsverlauf.

Im Einzelcoaching stehen oftmals die eigenen Überzeugung und Gedankenkonstrukte im Mittelpunkt der Beratung. Dies kann partnerschaftbezogene Themen betreffen, zeigt sich jedoch auch in anderen Bereichen wie Beruf, Freundeskreis und Familie. So können im Einzelgespräch nicht nur neue Perspektiven erarbeitet werden, es kann auch gemeinsam darauf hingearbeitet werden, dass innere Konflikte verständlicher werden und eine neue Haltung entsteht. Grundsätzliches Ziel ist, dass ein Mehrwert für Sie aus der Beratung entsteht und neue Wege erarbeitet werden.

Wie sehen die Rahmenbedingungen einer Beratungsstunde aus?

In der Regel findet vor der ersten persönlichen Beratung ein telefonischer Kontakt statt. Dies dient der Klärung Ihres Anliegens und soll Fragen vorab beantworten. Selbstverständlich können auch persönliche Termine über die kostenfreie Erstberatung vereinbart werden. Das Erstgespräch ist das wichtigste Gespräch für beide Seiten, denn hier entscheiden Sie, ob Sie sich eine Begleitung mit mir vorstellen können. Wichtig ist es mir daher insbesondere zu Anfang eine offene Gesprächsatmosphäre zu schaffen und Ihnen eine wertschätzende Atmosphäre zu bieten. Im weiteren Verlauf sind für das Gelingen einer erfolgreichen Beratung eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie das Verfolgen der erarbeiteten Ziele bedeutsam. Die Paarberatung ist auf eine Dauer von 120 Minuten angelegt. Die Einzelberatung dauert 50 Minuten.

Ist eine Beratung online oder mobil möglich?

Für Paare oder Einzelpersonen, die bereits drei persönliche Beratungsstunden in Anspruch genommen haben, ist es auch möglich, Onlineberatung zu nutzen. Hierfür verwende ich ein System, das während der Gespräche keine Datenspeicherung vorsieht. Es gelten die gleichen Konditionen wie bei der persönlichen Beratung.
In Einzelfällen kann auch mobile Beratug angeboten werden. Gründe können hierfür die Betreuung von Kindern oder Angehörigen sein sowie körperliche Einschränkungen. Je nach Entfernung kann in diesen Fällen eine Fahrtkostenpauschale anfallen (30 Cent pro gefahrenen Kilometer).

Was geschieht, wenn ich eine Beratungsstunde nicht wahrnehmen kann?

Sollten Sie eine Beratungsstunde aufgrund persönlicher Gründe nicht wahrnehmen können, ist eine kostenfreie Absage bis 48 Stunden vor dem Termin möglich. Bis 24 Stunden vorher können 50% der Kosten erstattet werden. Danach fällt der gesamte Beratungsbetrag an.

Auf welche Dauer ist die Beratung angelegt?

Die Dauer der Beratung ist abhängig von Ihrem Anliegen und dem gesamten Beratungsprozess. In der Regel ist die Paarberatung auf 5 bis 12 Sitzungen angelegt. Die Dauer des Einzelcoachings gestaltet sich etwas flexibler. Je nach Ziel und Thema kann eine Veränderung mit bereits 2 bis 3 Sitzungen erreicht werden. Diese Details werden individuell vereinbart und können im Laufe der Beratung stets angepasst werden.